Presseartikel vom 18.12.2010:
Festtag: Isny weiht sein neues Langlaufstadion ein„Isny ist Wintersport und Wintersport ist Isny“. Josef Hodrus, Marktvorstand der Volksbank Allgäu-West brachte mit dieser Feststellung beim Loipenfest auf den Punkt, was alle Redner mehr oder weniger umschrieben. Mit Prominenz, allen voran DSV-Präsident Alfons Hörmann, und sportlich-amüsanten Wettbewerben wurde das „Volksbank Allgäu-West eG Langlaufstadion Isny“ eingeweiht. Die gemeindeübergreifende Kooperation mit der Wirtschaft zugunsten des (Breiten-) Sports lobten alle Redner.
Flutlicht „toll für Berufstätige“
Das Wetter hätte nicht besser mitspielen können, sonnig und nicht zu kalt, und die verschneite Landschaft eine Traumkulisse. So strahlten die Verantwortlichen mit den glitzernden Schneekristallen um die Wette. Von WSV und Isny Marketing bestens organisiert, ging das Festprogramm kurzweilig über die Bühne – genauer gesagt über die Loipe. „Bank und Verein werden von ihren Mitgliedern getragen“, ist für Hodrus Verbindendes von WSV und Volksbank Allgäu-West. Sibylle Lenz habe ihn vor zwei Jahren schnell davon überzeugt, sich in das neue Sponsorenkonzept einzubringen. Hodrus dankte dem WSV für dessen Jugendarbeit, in die die Sponsorengelder der Bank auch maßgeblich fließen werden. Er nannte die Flutlichtanlage eine „tolle Erfindung für Berufstätige“, die hier abends noch Kraft tanken könnten.
Wie auch Willi Rudhart, Vorsitzender des WSV, dankte er der Stadt Isny und den Gemeinden Maierhöfen und Argenbühl für ihre Kooperation. Auch Hörmann zeigte sich sehr angetan vom gemeinde- und sogar länderübergreifenden „Schulterschluss“. Er dankte der Volksbank, dass sie hier als regionale Bank ihrer gesellschaftlichen Verpflichtung nachkomme. Dass die Deutsche Meisterschaft vor zehn Monaten im Isnyer Stadion, einem von 200 DSV-zertifizierten Nordic-Aktiv-Zentren, stattgefunden habe, zeige die grundsätzliche Bewertung der Qualität des Stadions, lobte Hörmann. Er hob die Bedeutung des Sports auch bei der Integration hervor, „da lassen sich Grenzen öffnen und überbrücken.“
Heiner Dangel vom Schwäbischen Skiverband sagte, der Slogan der Bank „wir machen den Weg frei“ passe hier sehr gut. „Hier ist exemplarisch zu sehen, was zustande kommt, wenn Kräfte gebündelt werden.“ Isny sei der südlichste und wichtigste Standort des SSV, und das Winterkinderkonzept „Wikii“ des WSV sei die Wurzel für das Schulsportprogramm „auf die Plätze, fertig, Ski“ in Baden-Württemberg. Sein Appell an die Politik, den Sport bei den anstehenden Haushaltsberatungen nicht zu vernachlässigen, stieß beim Landtagsabgeordneten Paul Locherer auf offene Ohren. Gästeamtsleiter Bernd Reck, Argenbühl, betonte, dass dank des neuen Argenbühler Loipenfahrzeugs alle Loipen dasselbe Niveau hätten. „Wir hängen uns gern rein“, versprach Maierhöfens Bürgermeister Martin Schwarz, Isny sei ein starker Partner, und man ergänze sich gut. Ohne Wintersport hätte Isny nicht den Namen in Deutschland, und „ohne Nachbargemeinden hätten wir den Wintersport nicht“, dankte der Isnyer Bürgermeister Rainer Magenreuter den Kollegen. Sein Dank galt auch den Grundstücksbesitzern, insbesondere Josef Mader, dem der Grund gehört, auf dem das Langlaufstadion eingerichtet ist.
Den ökumenischen kirchlichen Segen erteilten Pfarrerin Amrei Kleih und Dekan Matthäus Karrer. Die Schöpfung zu genießen und dafür zu danken, stellten beide in den Vordergrund. Karrer, der hinterher beim Promi-Biathlon mitlief, wünschte unfallfreies Laufen auf der Loipe und faire, sportliche Wettkämpfe. Pfarrerin Kleih wandelte das Bibelwort um in „freut euch in dem Herrn auf allen Loipen.“
Schwäbische Zeitung
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