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  PRESSE

 

Presseartikel vom 27.04.2010:

62 Schüler starten in zwei Eingangsklassen am sozialwissenschaftlichen Gymnasium Leutkirch

Freude am sozialwissenschaftlichen Gymnasium der Sophie-Scholl-Schule in Leutkirch: Vom kommenden Schuljahr an wird es dort zwei Eingangsklassen mit insgesamt 62 Schülern geben. Dies hat das Regierungspräsidium Tübingen aufgrund der großen Zahl von Anmeldungen entschieden.


Der Andrang ist gewaltig: Exakt 172 Jugendliche haben sich für das Schuljahr 2010/2011 am sozialwissenschaftlichen Gymnasium in Leutkirch angemeldet. Mit einer Klasse ist dieses dreijährige berufliche Gymnasium im vergangenen Schuljahr gestartet. 33 Schüler haben damals begonnen „und auch alle durchgehalten“, wie Schulleiterin Beate Zabler freudig mitteilt. Die Nachfrage fürs kommende Schuljahr (Anmeldeschluss war der 1. März) allerdings überstieg alle Erwartungen, weshalb man beim zuständigen Referatsleiter Dieter Renner im Regierungspräsidium (RP) in Tübingen um die Einrichtung einer zweiten Eingangsklasse nachgesucht hat.

Mit Erfolg: Aus Tübingen kam mittlerweile das Ja für eine sogenannte Pool-Klasse an der Sophie-Scholl-Schule. Leutkirch bekam den Zuschlag, weil es die höchste Anmeldezahl aller sozialwissenschaftlichen Gymnasien im Regierungsbezirk vorweisen konnte. Neben Leutkirch gibt es solche Schulen in Sigmaringen, Ehingen und Hechingen. Vom Schuljahr 2010/2011 an sollen Tübingen, Friedrichshafen und Biberach hinzukommen. Schüler mit mittlerem Bildungsabschluss und entsprechendem Notendurchschnitt können am sozialwissenschaftlichen Gymnasium in drei Jahren die allgemeine Hochschulreife erlangen, wenn sie die nötigen Fremdsprachenkenntnisse erwerben.

Zabler dankt Tübingen



„Wir sind dem Regierungspräsidium unheimlich dankbar, dass wir diese Pool-Klasse bekommen haben“, sagt Schulleiterin Beate Zabler. „Berufliche Gymnasien sind sehr attraktiv.“ Mit zwei Klassen seien zudem Stundenplan und Angebot der Wahlfächer einfacher zu managen. So werden die 62 neuen Schülerinnen und Schüler (der Klassenteiler wird vom kommenden Schuljahr an auf 31 gesenkt) neben Pflichtfächern wie Pädagogik und Psychologie, Deutsch, einer Fremdsprache, Mathematik, Wirtschaft und Recht oder Datenverarbeitung auch verschiedene Wahlfächer belegen können: eine zweite Fremdsprache, Sozialmanagement, Musik und, das ist neu, auch Kunst.

„Das sozialwissenschaftliche Gymnasium passt gut zum Profil der Sophie-Scholl-Schule mit ihren insgesamt rund 700 Schülern“, findet Zabler. Dass es mit den zusätzlichen Schülern etwas enger hergehen wird, sieht sie nicht als Problem: „Wir sind an einer kreativen Raumgestaltung mit Optimierung und werden dafür den Rhythmiksaal auflösen.“ Auch über neue Kollegen freut man sich an der Schule: Eine Sozialpädagogin, ein Sport- und ein Mathelehrer sind der Schule zusätzlich zugewiesen worden.

Auch Locherer ist zufrieden

Zufrieden zeigt sich auch der hiesige CDU-Landtagsabgeordnete Paul Locherer, der sich ebenfalls für das sozialwissenschaftliche Gymnasium und die zweite Eingangsklasse stark gemacht hatte. Es sei wichtig, die Schulinfrastruktur im württembergischen Allgäu auszubauen, der Zulauf sei enorm. Locherer blickt voraus: „Unsere demografische Entwicklung benötigt eine Stärkung der sozialen Ausbildung, wie sie das sozialwissenschaftliche Gymnasium leistet.“


Schwäbische Zeitung

 

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