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  PRESSE

 

Presseartikel vom 01.07.2009:

Schulzentrum Bad Wurzach - Gesundes für die Pause: Die Milch soll's machen

Bad Wurzach – Ein ungewohntes Bild hat sich gestern auf dem Hof des Schulzentrums geboten: Statt mit Cola oder Brause stillten die Schüler ihren Durst mit Milch und Kakao. Denn gestern hatten Schule und Politik einen „Milchtag“ ausgerufen. Mit der Aktion soll Kindern das gesunde Getränk wieder näher gebracht werden.


Von unserer RedakteurinNina Jahnel

Sie erinnere sich ja noch an ihre eigene Schulzeit, eröffnete Staatssekretärin Friedllinde Gurr-Hirsch den Milchtag gestern im Schulzentrum. „Damals gehörte das Milchfläschle einfach dazu.“ Die Zeiten haben sich allerdings geändert, und es gibt nicht mehr an jeder Schule einen Milchdienst. Vielfach ist das Getränk von Wasser, Limonaden oder Säften verdrängt worden. „Wir müssen uns nun Gedanken machen, wie man die Milch den Kindern wieder näher bringt“, befand Gurr-Hirsch. „Denn um es mit Asterix und Obelix zu sagen: Milch ist ein Zaubertrank.“

Mit dem Milchtag sind die Verantwortlichen gestern ihrem Ziel schon ein ganzes Stück näher gekommen, denn die Aktionen auf dem Schulhof kamen bei den Schülern gut an. An der eigens eingerichteten Milchbar flossen Milch und Kakao in Strömen. Die Helfer kamen mit dem Einschenken kaum nach. Von der Käserei Vogler wurden Käsewürfel gereicht, die ebenfalls reißenden Absatz unter Kindern und Erwachsenen fanden. Vor dem Stand mit dem Milch-Quiz, bei dem Wissensfragen rund um das Thema Milch beantwortet werden mussten, bildete sich eine große Schülertraube.

Höhepunkt war aber das Wettmelken, bei dem Staatssekretärin Gurr-Hirsch, Bürgermeister Roland Bürkle, Landtagsabgeordneter Paul Locherer und Waldemar Westermayer, der Vorsitzende des Bauernverbands Württembergisches Allgäu, gegeneinander antraten. Sie mussten nacheinander Wasser aus einem Gummieuter melken.

Jeder hatte eine Minute Zeit. Locherer und Bürkle hatten vorgelegt und kamen dabei ordentlich ins Schwitzen. Gurr-Hirsch steckte die beiden mit der gemolkenen Menge locker in die Tasche. Gegen Waldemar Westermayer musste sie sich dann aber doch geschlagen geben. Unter dem Jubel der Schüler hatte er die größte Menge gemolken. Natürlich durften die Mädchen und Jungen auch einmal selbst ran und sich am Melken versuchen.

Milch als tägliches Ritual

Dieser Milchtag dürfe keine einmalige Aktion sein, befand der Landtagsabgeordnete Paul Locherer. „Das muss das ganze Land überrollen!“ Locherer und Gurr-Hirsch waren sich einig darin, dass Milch als Getränk wieder attraktiver gemacht werden müsse. Sie sprachen sich für Milchautomaten an den Schulen aus. „Milch trinken muss ein tägliches Ritual werden“, so Locherer weiter.

Gurr-Hirsch berichtete von einigen Schulen in der Region Heilbronn, die bereits Milchautomaten aufgestellt und gute Erfahrungen damit gemacht hätten. Sie freute sich über die Aufgeschlossenheit in Bad Wurzach. In Kürze sollen diesbezüglich Gespräche mit der Stadt geführt werden.



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